the little big adventure in 91 Tagen um die Welt

25Feb/110

Airlie Beach

So, jetzt sitze ich gerade im Greyhound Bus von Rainbow Beach nach Brisbane, hab einen vollen Akku im Handy und versuche euch mal von den letzten Tagen und Abenteuern zu berichten.

Nachdem Anna und ich Sydney und die Blue Mountains erfolgreich erkundet haben, sind wir mit dem Flugzeug direkt nach Airlie Beach geflogen. Da Airlie Beach keinen eigenen Flughafen hat, sind wir auf Hamilton Island gelandet, einer kleinen Insel, die eigentlich nur aus einer Landebahn und einem Golfplatz besteht. Weiter ging es dann mit einer Fähre zurück aufs Festland.

Das Leben in Airlie Beach findet eigentlich nur auf einer Straße statt, auf der sich auch unser Hostel "Beaches" befand, was zwar nicht einem 5* Hotel gleicht, aber für 3 Nächte völlig ausreichend war. So muss man z.B. bevor man duschen möchte die 5-Köpfige Schabenfamilie Huber durch den Abfluss verabschieden ;) , was hier aber ganz normal ist. Solange die Betten keine Bedbugs beherbergen ist alles im grünen Bereich.
An Tag unserer Ankunft waren wir (mal wieder) Faul und haben die restlichen Stunden mit Essen und Faulenzen verbracht. Außerdem war der liebe Gott der Meinung die Pflanzen in Airlie Beach mit einer Sintflut beglücken zu müssen, was die Aktivitätenliste vor Ort dementsprechend einschränkte.

11.02.2011:
Ausgeschlafen und nach einem leckeren Nutella - Toastbrot Frühstück sind wir ganze 50 Meter weit gewandert und haben uns mit Veronika in den Schatten von Kokospalmen an einer künstlich angelegten Lagune begeben. Die Lagune liegt direkt am Meer, in dem das Baden durch die wohl gefährlichen BlueBox Quallen verboten ist. Als Mittagessen gab es dann Subway Sandwiches, da auch diese zu den günstigeren Lebensmittel von Australien zählen. Am Nachmittag, nach der großen Hitze bin ich dann mit Tascha und Veronika zum nächsten großen Supermarkt gelaufen, der sich knapp 3km außerhalb von Airlie Beach befindet und haben uns dort mit den wichtigsten Nahrungsmitteln ausgestattet. Dort kostete eine Flasche Wasser nur 89 Cent im Gegensatz zu den 3$ im Ort. Am Abend gab es dann noch Livemusik und ein paar Bierchen im Beaches.

Der 12.02 sah in etwa so aus wie der Vortag. Ausschlafen - Frühstücken - Lagune und Sonne. Abends dann leckeres Essen mit anschließendem Relaxen in Balkonien, was sich als optimale Vorbereitung für den Trip der folgenden Tage herausgestellt hat.
Denn es ging für 3 Tage mit einem kleinen Segelboot hinaus aufs Meer und zu den Whitsunday Islands. Unsere Gruppe war mit 11 Leuten zu klein für das große Schiff "Matador", das wir eigentlich gebucht hatten, wodurch wir auf ein kleineres Schiff "Mandrake" versetzt wurden. Kurz nachdem wir den Hafen von Airlie Beach verlassen hatten, haben wir die Segel gehisst und sind mit voll Speed aufs offene Meer rausgebrettert. Leider wurde das Segelvergnügen durch einen Sturm und Monsunregen unterbrochen, der uns dazu gezwungen hat, mit dem Außenborder weiter zu fahren. Die Crew an Bord bestand aus einem Skipper (Jason) und einer Gehilfin (Tina aus Deutschland), die aus der winzigen Küche an Bord ein Festmahl gezaubert hat. Aufgrund eines fehlenden Kabels mussten wir den ersten Abend ohne Musik verbringen, was aber das kleinste Problem war. Viel schlimmer war die erste Nacht auf dem Boot, da die Räume unter Deck einer Sauna glichen. Ausserdem durfte ich mich in meiner Koje nicht drehen, weil ich sonst eine Etage tiefer auf einem anderen Mitfahrer gelandet wäre.
Kurz nach Sonnenaufgang, so um 5:30 Uhr, ging es dann in Richtung Extremsauna mit Aufguss, was die meisten zum Aufstehen brachte. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kurzen Fahrt zwischen den Inseln gab es dann die erste von vielen Schnorchelpausen. Das Wasser ist dort zwar nicht so klar und warm wie in Thailand, dafür sind die Korallen sehr umfangreich und wunderschön. Haifische haben wir leider nicht getroffen, dafür aber Schildkröten und viele verschiedene Fische und Quallen. Um nicht von den bösen Quallen gefressen zu werden, mussten wir uns in sogenannte "Stinger suits" einpacken, die den Körper vor den Tentakeln schützen. Nach der Pause und einem weiteren Essen ging es dann auf die Whitsunday Insel zum Whiteheaven Beach, ein sehr großer weiser Sandstrand im Nirgendwo. Dort haben wir dann ca. 3h im Meer geplanscht und Riesenspinnen begutachtet. Anschließend ging es zurück aufs Boot und einem weiteren Schnorchelspot. Inzwischen hatten wir dann auch Musik auf unserem Böötchen. Abends gabs dann wieder Essen, Bier und Goon (sowas wie Wein...nur nicht ganz so lecker). Um nicht wieder im Backofen schlafen zu müssen hab ich mich dafür entschieden auf dem Deck zu schlafen...zwar ohne Matratze und dem Risiko nass zu werden, dafür aber an der frischen Luft, was glücklicherweise auch ganz gut ging. Am Morgen ging es dann nochmal ins Wasser, bevor wir die Reise zurück zum Hafen angetreten haben, die auch nicht ganz ohne war, da wir auf ein Riff aufgelaufen sind und uns da erstmal wieder freikämpfen mussten.

Als wir dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten haben wir unser Gepäck abgeholt und den Rest des Tages an der Lagune verbracht, bis am Abend unser Greyhound Bus nach Rainbow Beach (14h Busfahrt über Nacht) eintraf.

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