the little big adventure in 91 Tagen um die Welt

25Feb/110

Rainbow Beach und Fraser Island

Nach einer relativ angenehmen Busfahrt kamen wir dann gegen 9 Uhr in Rainbow Beach an, einem kleinen Dorf etwas nördlich von Brisbane. Der Name kommt durch den bunten Sand, der die Küste von Rainbow Beach schmückt. Es gibt 2 Geschichten, warum der Sand dort die verschiedensten Farben trägt. Die Naturwissenschaftler behaupten, es seien die unterschiedlichen Mineralien in Kombination mit dem Meersalz, die die Farben hervorrufen. Die Eingeborenen hingegen glauben an folgende Geschichte:

Vor langer langer Zeit war ein hübsches Mädchen, das jeden Abend singend am Strand verbrachte und dabei die Aufmerksamkeit eines Regenbogen erweckte. Eines Tages kam dann ein böser Krieger, der einen baumgroßen Killer-Boomerang mit tödlichen Geistern besaß, der hinter dem Leben des Mädchens her war (warum weiß ich leider nicht mehr). Naja, als der Krieger den Boomerang also nach ihr geschmissen hatte und sie wusste, daß es kein Entkommen mehr geben würde, schmiss sie sich am Strand auf den Boden und schrie um Hilfe. Der Regenbogen hörte ihre Rufe und stellte sich zwischen sie und die anfliegende Waffe um sie zu retten, wobei er alle tödlichen Geister in sich aufnahm. Bevor der Regenbogen dahinschied hat er alle seine Farben in den Sand abgegeben, wodurch dieser seine Farbe und letztendlich auch seinen Namen erhielt. :)

Naja, als wir also in unserem Hostel "Fraser's on Rainbow" angekommen sind, gabs erstmal eine Dusche, was zu Essen und einen Rundgang durch den Ort, bevor wir zum Briefing der 3-tägigen Fraser Island Tour mussten. Am folgenden Tag wurden dann um 9 Uhr die 4x4 Jeeps beladen und dann ging es auch schon los zur Fähre, die unsere kleine Kolonne auf die Insel brachte.

Auf der Insel,die übrigens die größte Sandinsel der Welt ist, gibt es keine Straßen, sondern nur Strand und Offroad-Pisten. Das erste Ziel an diesem Tag war der lake McKenzie, eine großer Süßwassersee mitten auf der Insel. Danach ging es dann etwas tiefer ins Inland für einen kleinen Spaziergang durch den tropischen Wald auf der Insel.

Geschlafen und gekocht haben wir dann direkt hinter einer Düne am Strand. Hierbei muss man sehr aufpassen, dass man nichts liegen lässt, das irgendwelche Düfte von sich gibt, da auf der Insel die Dingos regieren, die sich liebend gerne über alles hermachen, was sie in die Finger bekommen. Lässt man zum Beispiel das Fenster offen, muss man sich nicht wundern, wenn plötzlich ein Dingo im Auto sitzt und die Essensvorräte vernichtet. Bei uns wurden sogar 2 Zelte von den Dingos zerfetzt und die Kulturbeutel entwendet, da die Tiere scheinbar auf Damendeodorant stehen. :)

Neben den Dingos beherbergt die Insel auch Riesenmoskitos, die uns glücklicherweise nur am Abend und am frühen Morgen penetriert haben. Nach einer kurzen und unbequemen Nacht auf dem harten Boden in dem Zelt ging es dann am folgenden Morgen weiter in den Norden der Insel. Dabei haben wir einen Badestopp am groessten Suesswasserfluss der Insel (Eli Creek) gemacht. Danach ging es zu demschon halb verrotteten Schiffswrack des Luxusliner S.S. Maheno, der 1935 vor der Kueste von Fraser Island aufgrund eines Zyklons aufgelaufen ist. Die Maheno sollte in Japan verschrottet werden und wurde dazu von einem kleineren Schiff gezogen. Um den Strömungswiderstand zu verringern, hatte man der Maheno Schrauben und Ruder ausgebaut, wodurch sie in dem Sturm nicht mehr selbst manövrieren konnte. Versuche, das gestrandete Schiff loszubekommen, scheiterten. In den ersten Jahren wurde die Maheno von den Bewohnern der Insel unter anderem für Hochzeiten und Feste genutzt. Später diente sie der Australischen Airforce als Zielobjekt. Heute sind nur noch die oberen Decks des Schiffes sichtbar. Danach ging es dann ganz an die noerdliche Spitze zu den Champagne Pools. Dabei handelt es sich um Salzwasserpools, die sich direkt in den Felsen an der Kueste befinden und durch hohe Wellen mit neuem Wasser versorgt werden. Dort haben wir dann auch gelernt, wie man Sandwuermer mit Muscheln faengt. Anschliessend ging es noch zu einem Aussichtspunkt hoch auf den Klippen. Normalerweise sieht man von dort oben Haifische und andere grosse Meeresbewohner. Bei uns war durch die raue See das Wasser leider nicht klar genug...aber wir hatten dennoch einen schoenen Ausblick.

Da die maximale Geschwindigkeit am Strand nur 80 km/h ist und es schon wieder abend wurde ging es dann mit einer erneuten Badepause am Eli Creek auch schon wieder zurueck zum Zeltplatz. Nach dem selbst gekochten Essen wurde dann mit einer anderen Explorergruppe am Strand eine Vollmondparty gefeiert...

Der dritte (halbe) Tag auf der Insel wurde mit einer kleinen Wanderung zum Basin Lake geschmueckt. Der See liegt direkt an einer riesigen Sandduene, die es einem ermoeglicht, direkt in den See hinab zu kugeln. ;)

Nachdem wir nach einer Auto-Putzaktion wieder im Hostel angekommen waren, wurde der Tag mit faulenzen und erholen am Pool verbracht.

Am 20.02 wurde dann mal wieder Waesche gewaschen. Mit kaltem Wasser und mehr Schmutz an den Klamotten nach dem Waschvorgang. Um etwas Bewegung zu bekommen hab ich mich am Nachmittag einem kleinen Marsch auf den beruehmten Sandblow von Raibow Beach angeschlossen. Das war echt super. Dort hab ich dann die Zeit mit Sandboarden und dem Werfen australischer Boomerangs verbracht. Bei dieser Tour habe ich auch die oben genannte Geschichte ueber Rainbow Beach erfahren und den bunten Sand betrachtet...

Am 21.02 ging es dann weiter mit dem Greyhound Bus (ca. 5-6h) nach Brisbane. Dort hat es leider die ganze Zeit geregnet, wodurch unser Rundgang durch die Stadt sehr eingeschraenkt wurde. Da ich am 22.02 um 5 Uhr aufstehen musste um meinen Flieger nach NZ zu bekommen, wurde der letzte Abend in Australien und mit Anna durch ein leckeres Essen im "Down Under" sehr entspannt gestaltet...

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25Feb/110

Airlie Beach

So, jetzt sitze ich gerade im Greyhound Bus von Rainbow Beach nach Brisbane, hab einen vollen Akku im Handy und versuche euch mal von den letzten Tagen und Abenteuern zu berichten.

Nachdem Anna und ich Sydney und die Blue Mountains erfolgreich erkundet haben, sind wir mit dem Flugzeug direkt nach Airlie Beach geflogen. Da Airlie Beach keinen eigenen Flughafen hat, sind wir auf Hamilton Island gelandet, einer kleinen Insel, die eigentlich nur aus einer Landebahn und einem Golfplatz besteht. Weiter ging es dann mit einer Fähre zurück aufs Festland.

Das Leben in Airlie Beach findet eigentlich nur auf einer Straße statt, auf der sich auch unser Hostel "Beaches" befand, was zwar nicht einem 5* Hotel gleicht, aber für 3 Nächte völlig ausreichend war. So muss man z.B. bevor man duschen möchte die 5-Köpfige Schabenfamilie Huber durch den Abfluss verabschieden ;) , was hier aber ganz normal ist. Solange die Betten keine Bedbugs beherbergen ist alles im grünen Bereich.
An Tag unserer Ankunft waren wir (mal wieder) Faul und haben die restlichen Stunden mit Essen und Faulenzen verbracht. Außerdem war der liebe Gott der Meinung die Pflanzen in Airlie Beach mit einer Sintflut beglücken zu müssen, was die Aktivitätenliste vor Ort dementsprechend einschränkte.

11.02.2011:
Ausgeschlafen und nach einem leckeren Nutella - Toastbrot Frühstück sind wir ganze 50 Meter weit gewandert und haben uns mit Veronika in den Schatten von Kokospalmen an einer künstlich angelegten Lagune begeben. Die Lagune liegt direkt am Meer, in dem das Baden durch die wohl gefährlichen BlueBox Quallen verboten ist. Als Mittagessen gab es dann Subway Sandwiches, da auch diese zu den günstigeren Lebensmittel von Australien zählen. Am Nachmittag, nach der großen Hitze bin ich dann mit Tascha und Veronika zum nächsten großen Supermarkt gelaufen, der sich knapp 3km außerhalb von Airlie Beach befindet und haben uns dort mit den wichtigsten Nahrungsmitteln ausgestattet. Dort kostete eine Flasche Wasser nur 89 Cent im Gegensatz zu den 3$ im Ort. Am Abend gab es dann noch Livemusik und ein paar Bierchen im Beaches.

Der 12.02 sah in etwa so aus wie der Vortag. Ausschlafen - Frühstücken - Lagune und Sonne. Abends dann leckeres Essen mit anschließendem Relaxen in Balkonien, was sich als optimale Vorbereitung für den Trip der folgenden Tage herausgestellt hat.
Denn es ging für 3 Tage mit einem kleinen Segelboot hinaus aufs Meer und zu den Whitsunday Islands. Unsere Gruppe war mit 11 Leuten zu klein für das große Schiff "Matador", das wir eigentlich gebucht hatten, wodurch wir auf ein kleineres Schiff "Mandrake" versetzt wurden. Kurz nachdem wir den Hafen von Airlie Beach verlassen hatten, haben wir die Segel gehisst und sind mit voll Speed aufs offene Meer rausgebrettert. Leider wurde das Segelvergnügen durch einen Sturm und Monsunregen unterbrochen, der uns dazu gezwungen hat, mit dem Außenborder weiter zu fahren. Die Crew an Bord bestand aus einem Skipper (Jason) und einer Gehilfin (Tina aus Deutschland), die aus der winzigen Küche an Bord ein Festmahl gezaubert hat. Aufgrund eines fehlenden Kabels mussten wir den ersten Abend ohne Musik verbringen, was aber das kleinste Problem war. Viel schlimmer war die erste Nacht auf dem Boot, da die Räume unter Deck einer Sauna glichen. Ausserdem durfte ich mich in meiner Koje nicht drehen, weil ich sonst eine Etage tiefer auf einem anderen Mitfahrer gelandet wäre.
Kurz nach Sonnenaufgang, so um 5:30 Uhr, ging es dann in Richtung Extremsauna mit Aufguss, was die meisten zum Aufstehen brachte. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kurzen Fahrt zwischen den Inseln gab es dann die erste von vielen Schnorchelpausen. Das Wasser ist dort zwar nicht so klar und warm wie in Thailand, dafür sind die Korallen sehr umfangreich und wunderschön. Haifische haben wir leider nicht getroffen, dafür aber Schildkröten und viele verschiedene Fische und Quallen. Um nicht von den bösen Quallen gefressen zu werden, mussten wir uns in sogenannte "Stinger suits" einpacken, die den Körper vor den Tentakeln schützen. Nach der Pause und einem weiteren Essen ging es dann auf die Whitsunday Insel zum Whiteheaven Beach, ein sehr großer weiser Sandstrand im Nirgendwo. Dort haben wir dann ca. 3h im Meer geplanscht und Riesenspinnen begutachtet. Anschließend ging es zurück aufs Boot und einem weiteren Schnorchelspot. Inzwischen hatten wir dann auch Musik auf unserem Böötchen. Abends gabs dann wieder Essen, Bier und Goon (sowas wie Wein...nur nicht ganz so lecker). Um nicht wieder im Backofen schlafen zu müssen hab ich mich dafür entschieden auf dem Deck zu schlafen...zwar ohne Matratze und dem Risiko nass zu werden, dafür aber an der frischen Luft, was glücklicherweise auch ganz gut ging. Am Morgen ging es dann nochmal ins Wasser, bevor wir die Reise zurück zum Hafen angetreten haben, die auch nicht ganz ohne war, da wir auf ein Riff aufgelaufen sind und uns da erstmal wieder freikämpfen mussten.

Als wir dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten haben wir unser Gepäck abgeholt und den Rest des Tages an der Lagune verbracht, bis am Abend unser Greyhound Bus nach Rainbow Beach (14h Busfahrt über Nacht) eintraf.

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16Feb/112

Nachbericht Sydney

Das Warten hat ein Ende... aber nur vorruebergehend.
Mir geht es immernoch sehr gut und ich lebe noch. Ich habe leider nur noch knapp 15 Minuten Internet zur Verfuegung, wodurch ich meinen jetzigen Bericht etwas verkuerzen muss. Die Details folgen dann hoffentlich mit der Zeit...

Nach einem entspannten Flug nach Sydney habe ich Anna (Freundin aus Koeln, die einen Tag vorher in Sydney angekommen ist) im Hostel Jolly Swagman getroffen. Da ich frueh morgens gelandet bin, haben wir den langen Tag noch genutzt und uns die Stadt, den Botanischen Garten und die Oper angeschaut.

Am folgenden Tag haben wir dann mit einem kleinen Bus und einer Gruppe Backpacker eine Tagestour in die Blue Mountains gemacht, die echt sehr cool war. Leider haben wir bis auf ein paar Kaengurus und Voegeln nicht viele exotischen Tiere gesehen. Dafuer aber atemberaubende Wasserfaelle und Schluchten.

Den dritten Tag haben wir genutzt, um mit der Faehre zum Manly Beach zu fahren um uns dort die Surfer und den Strand anzuschauen.

Sydney selbst ist zwar eine ganz nette Stadt, haut mich jetzt aber nicht wirklich vom Hocker. Die krasseste Umstellung war der starke Preiszuwachs im Vergleich zu Thailand. In Sydney bekommt man eigentlich nichts unter 10$ zu Essen. Selbst das billigste Trinkwasser ist uebertrieben teuer.

Nach den drei Tagen in Sydney ging es dann also wieder zum Flughafen, wo wir nach Hamilton Island geflogen sind und von dort aus mit der Faehre weiter nach Airlie Beach.... hab nur noch 1 Minute...Rest folgt.
Fotos sind aber schon verfuegbar.

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7Feb/112

Sydney

Hallo, ich wollte nur kurz bescheid geben, dass ich gut in Sydney gelandet bin.
Hier ist es recht kuehl im Vergleich mit Thailand...aber das wird schon wieder. Vorgestern waren hier wohl noch 42^C. Ein Bericht folgt...kann aber noch dauern, da das Internet hier nicht so frei zur Verfuegung steht wie in Thailand.
Ausserdem habe ich gerade neue Fotos hochgeladen.
Gruesse

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